Text: Urs Fitze, Bilder: www.ginapaul.ch
Die Hochzeitstorte krönt das Hochzeitsfest. Gefragt sind neben Klassikern aus Biskuit auch Eis- und Quarktorten. Besonders wichtig ist die Dekoration.
Eineinhalb Kilogramm Mehl, zwei Kilogramm Zucker, ein Kilogramm Butter und natürlich Marzipan: Das sind die Basisingredienzen für eine fünfstöckige Hochzeitstorte, genug gross, um eine Hochzeitsgesellschaft von 70 Personen mit einem süssen Dessert zu verwöhnen. Die Zubereitung einer Hochzeitstorte ist ein anspruchsvolles Handwerk. Für unsere Konditorinnen-Confiseurinnen Sabrina Kessler-Schnyder und Amanda Blarer ist es eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Ein bis zwei Arbeitstage veranschlagen sie je nach Grösse für die Zubereitung.
Wichtig sei es, schon im Vorfeld bis ins Detail zu klären, wie die Torte aussehen soll. Die Vielfalt ist gross und reicht von klassischen Torten aus Biskuit über Eistorten bis zu leichteren Quarktorten. Letztere seien dann gefragt, wenn zuvor schon schwerere Gerichte auf dem Menüplan waren. Eistorten seien ein prächtiger Anblick, wegen ihrer Vergänglichkeit müsse der Verzehr aber möglichst zügig erfolgen. Am meisten gefragt sind nach wie vor die klassischen Biskuittorten, nicht zuletzt auch, weil sie sich sehr vielseitig dekorieren lassen. Denn es ist die Dekoration, die die Einmaligkeit einer Hochzeitstorte ausmacht. Der Zuckerüberzug, sei es in klassischem Weiss oder in elegantem Blau, wie es vor allem im angelsächsischen Raum besonders beliebt ist, schafft den Rahmen für den grossen Auftritt des Marzipans.
Ein Brautpaar, das die mehrstöckige Torte krönt, ist das beliebteste Dekorationssujet, dazu kommen romantische Motive, vom Schwan bis zu rosaroten Rosen. Entscheidend sei auch die Präsentation, der grosse Moment, wenn die Hochzeitstorte in den Saal gebracht wird. Und natürlich gebietet es der Heiratsknigge, dass das Brautpaar gemeinsam die Torte anschneidet – ein wenig Übung für diesen grossen Moment kann sicher nicht schaden.